Verderben dunkle Flecken auf Tomaten Ihre Ernte? Dieser häufige Fehler ist schädlicher, als Sie denken.

Dunkle Flecken auf Tomaten deuten möglicherweise nicht auf eine bestimmte Krankheit hin, und ein allgemeines Spritzen hilft oft nicht. Die tatsächliche Ursache hängt vom Ort des Flecks, seiner Oberfläche, der Ausbreitungsgeschwindigkeit und den Bewässerungs- und Blattverhältnissen einige Tage zuvor ab.

Der häufigste Fehler ist eine voreilige Diagnose. Der Anbauer sieht einen schwarzen oder braunen Fleck, fügt Kalzium, Fungizide oder Dünger hinzu und belastet die Pflanze mit einer Maßnahme, die nichts mit dem Problem zu tun hat.

Untersuchen Sie die Frucht zunächst von allen Seiten. Trockene Nekrosen am Stielansatz sehen anders aus, ölige Schimmelflecken sehen anders aus und sonnengeschädigte Haut sieht anders aus.

Dunkle Flecken auf Tomaten lassen sich anhand ihrer Lage identifizieren.
Bildet sich an der Unterseite der Frucht gegenüber dem Stiel ein dunkler, eingesunkener Fleck, handelt es sich meist um eine Triebspitzennekrose. Diese ist nicht ansteckend, sondern eine Störung der Kalziumaufnahme und des Kalziumtransports.

Braune, unregelmäßige Flecken an den Seiten der Früchte, die zusammen mit Blattschäden auftreten, können auf Krautfäule hinweisen. Die Oberfläche ist anfangs meist fest, verändert sich später, und der Schaden kann sich rasch ausbreiten.

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Ein heller, gelblicher oder weißlicher Fleck auf der sonnenzugewandten Seite ist in der Regel ein Sonnenbrand. Das geschädigte Gewebe kann austrocknen, sich mit der Zeit nachdunkeln und dann von anderen Mikroorganismen besiedelt werden.

Die schwarze Unterseite von Früchten wird oft nicht durch einen niedrigen Kalziumgehalt im Boden verursacht.
Triebspitzennekrose tritt auf, wenn junges Gewebe in einer entscheidenden Phase nicht ausreichend Kalzium erhält. Der Boden mag zwar genügend Kalzium enthalten, aber die Pflanze kann es nicht gleichmäßig aufnehmen und verteilen.

Die häufigste Ursache sind Schwankungen der Bodenfeuchtigkeit. Nach einer Trockenperiode, gefolgt von starker Bewässerung oder Regen, arbeiten die Wurzeln ungleichmäßig, und die schnell wachsenden Früchte werden nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt.

Beschädigte Wurzeln, salzhaltiger Boden, überschüssiger Stickstoff und extreme Hitze verschlimmern das Problem, sodass die alleinige Zugabe von Kalzium das Problem möglicherweise nicht verbessert.

Plötzliches Gießen ist ein häufiger Fehler, der sich erst später in den Früchten zeigt.
Tomaten sollten nicht einen Tag lang welken gelassen und am nächsten Tag in durchnässter Erde stehen gelassen werden. Dies stresst die Wurzeln, begünstigt Risse und stört die gleichmäßige Nährstoffversorgung.

Langsam und gründlich bis in die Wurzeln gießen. Die nächste Wassergabe sollte an Bodenart, Wetter und Pflanzengröße angepasst werden, nicht nach einem festen Tagesplan.

Die Oberfläche mag trocken sein, aber tiefer im Boden ist er noch feucht. Prüfen Sie daher vor dem Gießen einige Zentimeter unter der Oberfläche.

Mulch stabilisiert die Bedingungen im Wurzelbereich.
Eine dünne Schicht aus Stroh, getrocknetem Gras oder anderem geeignetem organischem Material verlangsamt die Verdunstung. Der Boden bleibt gleichmäßiger feucht und überhitzt weniger leicht.

Mulch dämpft zudem den Aufprall von Regen, sodass kein Schmutz auf die unteren Blätter spritzt. Dadurch wird das Risiko der Übertragung bestimmter Krankheitserreger verringert.

Platzieren Sie das Material nicht zu nah am Stiel. Ein kleiner, lockerer Kreis um den Hals verbessert die Luftzirkulation und reduziert Fäulnis.

Das Besprühen mit Kalzium wird helfen
Blatt- und Fruchtspritzungen mit Kalzium werden oft als schnelle Maßnahme empfohlen, ihre Wirkung auf bereits eingetretene Nekrosen ist jedoch begrenzt. Das geschädigte Gewebe regeneriert sich nicht.

Der Transport von Kalzium in der Pflanze erfolgt hauptsächlich über den Wasserfluss von den Wurzeln. Daher ist es besonders wichtig, für eine gleichmäßige Feuchtigkeit zu sorgen und das Wurzelsystem zu schützen.

Kalziumdünger sollte nur dann zugegeben werden, wenn der Boden oder das Pflanzsubstrat ihn wirklich benötigt. Überdüngung kann den Salzgehalt erhöhen und das Problem verschlimmern.

Beschädigtes Obst muss man nicht immer sofort aussortieren.
Nekrosen breiten sich nicht von einer Frucht auf die andere aus. Stark beschädigte Tomaten können entfernt werden, damit die Pflanze ihre Energie in gesunde Früchte investieren kann.

Eine kleine, trockene Stelle kann nach der Ernte abgeschnitten werden, sofern die restliche Frucht fest, schimmelfrei und geruchsneutral ist. Die Früchte sollten jedoch zügig verzehrt werden.

Wenn die Stelle weich oder feucht ist, unangenehm riecht oder Schimmel aufweist, sollte die Tomate entsorgt werde

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