Versteckte PFAS in Toilettenpapier erhöhen das Krebsrisiko: 6 Arten, vor denen man sich in Acht nehmen sollte

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), auch bekannt als „Ewigkeitschemikalien“, werden in der Industrie aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften geschätzt. Untersuchungen zeigen jedoch, dass diese Stoffe auch bei der Herstellung von Hygienepapieren – oft unbeabsichtigt durch Recyclingprozesse oder den Einsatz bestimmter Rohstoffe – ins Endprodukt gelangen können. Da die empfindliche Haut im Intimbereich Wirkstoffe besonders leicht aufnimmt, ist hier Vorsicht geboten.

Hier sind die 6 Arten von Toilettenpapier und Hygieneprodukten, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine PFAS-Belastung besteht und vor denen man sich im Alltag in Acht nehmen sollte:

1. Toilettenpapier aus unspezifischem Altpapier (Recyclingpapier ohne Siegel)

Recycling-Toilettenpapier ist ökologisch sinnvoll, birgt jedoch das höchste Risiko für unbeabsichtigte Verunreinigungen. Wenn für die Herstellung unspezifisches Altpapier verwendet wird, gelangen bedruckte Kartons, beschichtete Verpackungen oder fettabweisende Papiere in den Kreislauf. Die darin enthaltenen PFAS werden beim Recyclingprozess oft nicht vollständig abgebaut und verbleiben im fertigen Toilettenpapier.

  • Woran man es erkennt: Grauliches, raues Papier, das keine strengen ökologischen Zertifikate (wie den Blauen Engel) trägt.

2. Extrem reißfestes und ultra-starkes Toilettenpapier

Einige Hersteller behandeln Toilettenpapier mit speziellen chemischen Zusätzen, damit es im feuchten Zustand nicht reißt. Um diese extreme Nassfestigkeit und Strapazierfähigkeit zu erreichen, werden teilweise fluorierte Verbindungen oder feuchtigkeitsbeständige Harze eingesetzt, die PFAS enthalten können.

  • Woran man es erkennt: Bewerbungen auf der Verpackung mit Slogans wie „Ultra-stark“, „Reißfest im nassen Zustand“ oder „Extra-Schutz“.

3. Feuchtes Toilettenpapier mit langanhaltendem Frische-Effekt

Feuchttücher enthalten oft eine komplexe Mischung aus Lotionen, Konservierungsstoffen und Bindemitteln. Um die Lotionen stabil zu halten und ein schnelles Durchweichen der Verpackung oder des Tuchs selbst zu verhindern, können bei minderwertigen Produkten fluorierte Tenside als Emulgatoren oder Imprägnierungsmittel verwendet werden.

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  • Woran man es erkennt: Feuchttücher, die stark parfümiert sind oder eine schaumige, seifige Textur beim Benutzen hinterlassen.

4. Extrem flauschiges und „seidiges“ Luxus-Toilettenpapier

Um Toilettenpapier eine besonders glatte, fast seidenartige Oberfläche zu verleihen, werden die Fasern manchmal mit synthetischen Weichmachern oder dünnen Schutzschichten überzogen. Diese Beschichtungen können PFAS-Rückstände enthalten, die dafür sorgen, dass das Papier sanft über die Haut gleitet.

  • Woran man es erkennt: Mehrlagige Luxus-Varianten mit Bezeichnungen wie „Seidenweich“, „Cashmere-Gefühl“ oder speziell geprägten, glänzenden Mustern.

5. Toilettenpapier mit Duft- und Motivdrucken

Chemische Farb- und Duftstoffe benötigen Trägersubstanzen, um dauerhaft auf den Papierfasern zu haften und nicht vorzeitig zu verfliegen. Bei der Synthese dieser Farb- und Duftkomponenten kommen manchmal PFAS-haltige Hilfsstoffe zum Einsatz, um die Wasserlöslichkeit der Farben zu regulieren.

  • Woran man es erkennt: Bunt bedruckte Papiere (z. B. mit Blumenmustern) oder intensiv nach Kamille, Pfirsich oder Parfüm duftende Rollen.

6. Billigimporte aus Ländern ohne strenge Chemikalienregulierung

Während in der Europäischen Union die Verwendung bestimmter PFAS-Verbindungen strengen Grenzwerten unterliegt, gelten diese Regeln in vielen außereuropäischen Ländern nicht. Billigimporte von No-Name-Marken können im Herstellungsprozess ungehindert mit fluorierten Prozesshilfsmitteln behandelt worden sein.

  • Woran man es erkennt: Fehlende Herkunftsbezeichnungen, extrem niedrige Preise im Online-Handel oder Importware ohne europäische Prüfsiegel.

Wie Sie sich schützen können:

  • Auf vertrauenswürdige Siegel achten: Bevorzugen Sie Produkte mit dem Blauen Engel oder dem EU-Ecolabel. Diese Zertifikate garantieren strenge Grenzwerte für Schadstoffe und verbieten den bewussten Einsatz von PFAS im Herstellungsprozess.
  • Unparfümiert und ungefärbt kaufen: Wählen Sie schlichtes, weißes Toilettenpapier ohne Duftstoffe und bunte Aufdrucke.
  • Bambus-Toilettenpapier als Alternative: Ungebleichtes Toilettenpapier aus reinem Bambus wird oft unter strengeren ökologischen Standards und ohne den Einsatz von PFAS-Prozesshilfen hergestellt.

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