Es gibt Zubereitungen, die man nur einmal macht und dann jedes Jahr wieder zubereitet, weil ihr Geschmack so unerwartet ist, dass man ihn einfach nicht vergessen kann. So ist es auch mit diesen Zitronen. Äußerlich sieht es aus wie ein gewöhnliches Glas mit Zitronenscheiben.
Geschmacklich ist es ein spritziger, würziger, leicht süßer und gleichzeitig sehr erfrischender Snack, der problemlos jede gekaufte Gewürzmischung für Fleisch oder Fisch ersetzen kann. Und das ist noch nicht alles: Die Flüssigkeit, die im Glas zurückbleibt, verwandelt sich in ein Getränk, das jedes Sprudelwasser aus dem Supermarkt in den Schatten stellt.
Ich bereite diese Mischung schon seit Jahren zu, und jedes Mal ist sie schneller weg, als ich Zeit habe, eine neue Portion anzusetzen. Das Geheimnis ist einfach: Die Kombination aus saurer Zitrone, scharfem Pfeffer und den warmen, würzigen Noten von Zimt und Koriander ist einfach perfekt.
Zusammen ergeben sie einen unvergleichlichen Geschmack.
Was Sie benötigen:
Zwei-Liter-Gläser;
Zitronen – 1 kg;
Chilischote (bei grünen Chilischoten eine größere, bei roten eine kleinere) – 1 Stück;
Zimt und Koriander – je 1 EL;
Zucker – 4 EL;
Wasser – 1,5 l.
Es empfiehlt sich, die Gläser vorher mit Natron auszuwaschen und zu dämpfen – so vermeiden Sie unangenehme Überraschungen. Wählen Sie feste Zitronen mit dünner Schale und ohne Beschädigungen: Diese behalten nach dem Schneiden am besten ihre Form und geben mehr Saft ab.
Zubereitung: Waschen Sie die Zitronen gründlich, trocknen Sie sie ab und schneiden Sie sie in ca. 5–7 mm dicke Scheiben. Schneiden Sie sie nicht dünner, da die Scheiben sonst auseinanderlaufen und dickere Stücke die Marinade nicht so gut aufnehmen.
Halbieren Sie die Chilischote. Legen Sie jeweils eine Hälfte auf den Boden eines sauberen und gedämpften Glases – so erhält die Zubereitung ihre angenehme Schärfe. Dann schichten wir die Zitronenscheiben dicht, aber nicht zu streng, Schicht für Schicht in die Gläser.
Nun zur Marinade. Wasser zum Kochen bringen, Zimt und Koriander hinzufügen und den Zucker erst ganz zum Schluss dazugeben, wenn das Wasser schon warm ist.
Die Mischung etwa zehn Minuten abkühlen lassen – sie sollte heiß, aber nicht kochend heiß sein – und dann in die Gläser mit den Zitronen füllen, sodass diese vollständig bedeckt sind.
Die Gläser verschließen und kühl stellen. Nach einer Woche ist die Marinade vollständig „gereift“: Die Zitronen haben Zeit, ihre Bitterkeit abzugeben und gleichzeitig das würzige Aroma von Zimt und Koriander aufzunehmen.
Dann können Sie die Gläser öffnen und das Ergebnis probieren.
Serviervorschlag: Ich serviere diese Zitronen meist als separate Vorspeise – sie passen hervorragend zu Fleischgerichten. Sie können sie auch anstelle von normalem Zitronensaft in Marinaden oder Saucen verwenden; der Geschmack wird dadurch nur viel intensiver.
Aber die Flüssigkeit, die nach dem Verzehr der Zitronen im Glas zurückbleibt, ist eine ganz andere Geschichte. Ich verdünne sie mit etwa der Hälfte kaltem Wasser, gebe ein paar Blätter frische Minze hinzu – und das Ergebnis ist ein Getränk mit so interessanten Aromen, dass Gäste immer nach dem Rezept fragen.
Würzig, leicht scharf, erfrischend – und kein Vergleich zu gekauften, süßen Limonaden.
Viel Spaß beim Kochen – diese Zubereitung lohnt sich!