Keine einzige unfruchtbare Blüte! Ich verdünne 3 Esslöffel pro Liter Wasser, und selbst in ausgelaugtem Boden bilden die Gurken üppige Blütenstände.

Jeder Gärtner fiebert dem Moment entgegen, wenn die Gurkenpflanzen in voller Pracht leuchtend gelber Blüten erblühen.

Man hat das Gefühl, eine reiche Ernte stünde unmittelbar bevor. Doch oft werden diese Erwartungen enttäuscht: Die Sträucher sind zwar über und über mit Blüten bedeckt, aber die lang ersehnten Gurken bleiben aus.

Statt zahlreicher Fruchtknoten bilden sich trotz Düngung im Frühjahr und sorgfältiger Pflege nur unfruchtbare Blüten.

Heute stelle ich Ihnen eine bewährte Methode vor, die seit Jahren dazu beiträgt, die Anzahl der Fruchtknoten deutlich zu erhöhen.

Eine einfache Blattdüngung mit Mikronährstoffen zwingt die Pflanzen, ihre Energie nicht in endloses Blattwachstum, sondern in die aktive Fruchtbildung zu investieren.

>

Warum entstehen unfruchtbare Blüten?
Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass eine unfruchtbare Blüte keine nutzlose Blüte ist. Dies ist der männliche Blütenstand, der für die Bestäubung der weiblichen Blüten notwendig ist.

Er selbst bildet keine Früchte, aber ohne ihn ist eine ordnungsgemäße Bestäubung unmöglich.

Probleme entstehen, wenn zu viele männliche und fast keine weiblichen Blüten vorhanden sind.

Diese Situation tritt meist aus folgenden Gründen auf:

Der Boden enthält zu viel Stickstoff;
der Boden hat sich nicht ausreichend erwärmt;
das Wurzelsystem wird durch kalten Boden gestresst;
das Nährstoffgleichgewicht der Pflanze ist gestört.
Unter solchen Bedingungen beginnen Gurken aktiv männliche Blüten zu bilden, wodurch die Fruchtknotenbildung verzögert wird.

Wie man eine männliche von einer weiblichen Blüte unterscheidet:
Der Unterschied ist sehr leicht zu erkennen.

Eine weibliche Blüte hat eine kleine, auffällige Knospe an der Basis – die zukünftige Frucht.

Die männliche Blüte besitzt diese Knospe nicht. Sie sitzt auf einem langen, dünnen Stiel und dient ausschließlich der Bestäubung.

Die Aufgabe des Gärtners besteht daher nicht darin, unfruchtbare Blüten zu entfernen, sondern Bedingungen zu schaffen, die die Anzahl weiblicher Blüten deutlich erhöhen und das Abfallen der Fruchtknoten verhindern.

Dünger zur Förderung der Fruchtknotenbildung
Gurken benötigen während der Knospenbildung besonders viel Bor. Dieses Mikronährstoff ist für eine normale Bestäubung und den Erhalt der jungen Fruchtknoten verantwortlich.

Bei einem Mangel fallen die Blüten massenhaft ab, selbst wenn die Pflanzen kräftig und gesund aussehen.

Ich verwende seit Jahren dieselbe Rezeptur.

Für die Zubereitung der Düngelösung benötigen Sie:

3 Teelöffel „Borogum-M“;
1 Liter sauberes Wasser bei Zimmertemperatur.
Ich rühre den Dünger gründlich um, bis er sich vollständig aufgelöst hat, und besprühe dann Blätter und Blüten großzügig.

Am besten düngt man früh morgens oder abends, wenn die Sonne die Pflanzen nicht mehr so ​​stark schädigt.

Für gleichbleibende Ergebnisse genügen 2–3 Spritzungen im Abstand von etwa einer Woche.

Bor fördert die Pollenkeimung, trägt zum Erhalt der Fruchtknoten bei und erhöht die Anzahl der zukünftigen Früchte deutlich.

Was die Experten sagen: Laut vielen Agronomen reichen organische Substanz und regelmäßiges Gießen allein nicht aus, um einen hohen Ertrag zu erzielen.

Gurken reagieren besonders empfindlich auf Mikronährstoffmangel während der Knospenbildung.

Blattdüngung mit borhaltigen Produkten wirkt deutlich schneller als Wurzeldüngung, da die Nährstoffe unabhängig von der Bodentemperatur direkt über die Blätter aufgenommen werden.

Diese Düngemethode stimuliert die Pollenschlauchbildung und kann die Anzahl der voll entwickelten Fruchtknoten um fast die Hälfte erhöhen.

Auch die Wahl der richtigen Sorte ist wichtig. Selbst der wirksamste Dünger kann Fehler bei der Sortenwahl nicht vollständig ausgleichen.

Für Freilandbeete eignen sich traditionelle, bienenbestäubte Sorten besser, da sie Temperaturschwankungen und natürliche Witterungsbedingungen besser vertragen.

Werden Gurken im Gewächshaus angebaut, sollten parthenokarpe Hybriden bevorzugt werden, da diese keine Insekten zur Fruchtbildung benötigen.

Ebenso wichtig ist es, die Pflanzen vor wiederkehrenden nächtlichen Kälteeinbrüchen zu schützen.

Bei einem plötzlichen Abfall der Bodentemperatur stellt das Wurzelsystem die Nährstoffaufnahme praktisch ein, wodurch die Wirksamkeit von Düngemitteln deutlich reduziert wird.

Das Abdecken der Pflanzen mit Material beugt Unterkühlung vor und erhält das Wachstum.

Einige einfache Regeln für eine reiche Ernte
Um eine reiche Gurkenernte zu erzielen, beachten Sie einfach folgende Grundregeln:

Vermeiden Sie eine Überdüngung mit Stickstoffdünger.

Bordüngen Sie die Blätter rechtzeitig.

Halten Sie die Bodenfeuchtigkeit konstant.

Schützen Sie das Wurzelsystem vor Auskühlung.

Wählen Sie Sorten, die zu Ihren Anbaubedingungen passen.
Wenn die Pflanzen ausreichend Wärme, Licht und essentielle Mikronährstoffe erhalten, bilden sie selten unnötige, unfruchtbare Blüten, sondern entwickeln stattdessen aktiv starke, gesunde Fruchtknoten.

Welche Methoden verwenden Sie, um den Gurkenertrag zu steigern? Teilen Sie Ihre bewährten Techniken und bevorzugten Düngemittel mit uns – der Austausch von Erfahrungen hilft uns immer, die effektivsten Lösungen zu finden.

Leave a Comment