Er schuf einen toten Winkel und zerstörte das Haus. Ein grober Fehler, den die meisten Bauherren begehen.

Glauben Sie, dass ein umlaufender Betonstreifen am Haus das Fundament zuverlässig vor Wasser schützt? Auf den ersten Blick erscheint alles logisch: Man legt einen Betonstreifen um das Haus – und kann beruhigt sein. Doch leider ist die Sache nicht so einfach.

Manchmal kann gerade der vorschriftsmäßig angelegte Betonstreifen die Ursache ernsthafter Probleme werden. Besonders ärgerlich ist es, wenn man Mühe und Geld investiert, alles richtig macht und nach einigen Jahren Risse, Feuchtigkeit und Schäden an der Stelle feststellt, wo eigentlich der Betonstreifen das gesamte Haus zuverlässig stützen sollte.

Worin besteht die Gefahr?

Das Hauptproblem liegt oft nicht im Beton selbst, sondern im Sand, der traditionell als Untergrund für den Betonstreifen verwendet wird.

Sand hat eine hohe Kapillarwirkung. Vereinfacht gesagt: Er saugt Wasser wie ein Schwamm auf. Befindet sich unter dem Betonstreifen eine Sandschicht, kann die Feuchtigkeit nach Regen nicht nur unten bleiben, sondern allmählich zum Fundament aufsteigen.

>

Was passiert dann?

Bei Regen oder Schneeschmelze sammelt sich Wasser im Sand unter der Blindfläche. Von dort dringt es in das Fundament ein und steigt durch die Kapillaren auf. Das Fundament wird nass, dann setzt Frost ein. Die Feuchtigkeit im Inneren gefriert, dehnt sich aus und taut wieder auf – ein Prozess, der sich ständig wiederholt.

Von außen mag es zunächst so aussehen, als ob nichts Schlimmes passiert. Doch im Inneren schwächt sich das Material allmählich ab. Es bilden sich Mikrorisse, dann größere Risse, der Beton beginnt zu bröckeln, und das Fundament verliert seine Stabilität.

Das Schlimmste daran ist, dass sich ein solches Problem oft nicht sofort bemerkbar macht. Man kann jahrelang unbesorgt leben und dann plötzlich feststellen, dass das Fundament des Hauses einzustürzen droht.

Die Fotos in diesem Artikel zeigen deutlich, wozu ein solcher Fehler führen kann.

Sie zeigen ein Fundament, das seit etwa fünf Jahren steht und dessen Blindfläche mit traditioneller Technik hergestellt wurde. Zuvor war es mit Bitumen und Dachpappe abgedichtet, und es gab keine größeren Probleme damit.

Nach dem Einbau der Blindfläche änderte sich die Situation. Was das Haus eigentlich schützen sollte, schuf nun ideale Bedingungen für Feuchtigkeitsansammlungen in der Nähe des Fundaments. Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten: Risse, Schäden, brüchiger Beton und die Sorge um das gesamte Haus.

Was lässt sich dagegen tun?

Man sollte nicht sofort nur minderwertigen Beton oder schlampige Arbeit der Handwerker verantwortlich machen. Natürlich ist die Materialqualität wichtig. Doch in vielen Fällen liegt die Hauptursache im sandigen Untergrund unter der Blindfläche.

Lösung:

Verzichten Sie in diesem Bereich auf Sand. Verwenden Sie stattdessen Lehm, da dieser nicht so kapillar ist wie Sand und das Aufsteigen von Feuchtigkeit zum Fundament deutlich besser verhindert.

Eine hochwertige Abdichtung zwischen Blindfläche und Fundament ist ebenfalls unerlässlich. Hierfür eignet sich beispielsweise eine Membran oder ein anderes geeignetes Abdichtungsmaterial.

Es sind solche Kleinigkeiten in der Bauphase, die das Haus später vor großen Problemen bewahren können. Denn das Fundament ist kein Bereich, in dem man sich nur auf altbekannte Ratschläge oder gängige Videos aus dem Internet verlassen sollte.

Glauben Sie nicht vorschnell Mythen und Standardlösungen. Es ist besser, sich einmal gründlich mit dem Thema auseinanderzusetzen, als jahrelang mit Rissen, Feuchtigkeit und Schäden am Fundament zu kämpfen.

Ein Haus besteht nicht nur aus Wänden und Dach. Es ist ein Ort, an dem eine Familie lebt, an dem Jahre vergehen und an dem man sich geborgen und sicher fühlen möchte. Deshalb muss das Fundament fachgerecht geschützt werden.

Leave a Comment