Nicht jedem Gärtner gelingt es, einen großen, dichten Kohlkopf ohne Krankheiten, Schnecken, Raupen und Hohlräume im Kopf zu züchten.
Ich kenne viele Gärtner, die den Anbau von Kohl aufgrund solcher Probleme ganz aufgegeben haben.
Dabei gibt es einige bewährte Methoden, die die Pflege deutlich vereinfachen und zu einer hervorragenden Ernte beitragen.
Heute teile ich meine Methoden mit Ihnen, die mir in meinem Garten schon oft geholfen haben.
Bis sich ein Kohlkopf bildet, gibt es in der Regel keine Probleme.
In diesem Stadium dünge ich die Pflanzen einmalig mit einer Kalziumnitratlösung: 1 Esslöffel auf 10 Liter Wasser.
Diese Düngung fördert das gesunde Wachstum des Kohls und stärkt das Wurzelsystem.
Meiner Erfahrung nach gedeiht Kohl am besten an hellen, sonnigen Standorten. An solchen Standorten sind die Kohlköpfe deutlich größer, und es gibt wesentlich weniger Schnecken als im Schatten.
Um die Pflanzen zusätzlich vor Schnecken zu schützen und Schwarzbeinigkeit vorzubeugen, bestreue ich die Erde um den Kohl regelmäßig mit einer Mischung aus drei Komponenten:
Holzasche;
Tabakstaub;
zerstoßene Eierschalen.
Diese Behandlung sollte etwa alle zehn Tage wiederholt werden.
Um Mitte Juli beginnt ein wichtiges Stadium: Der Kohlkopf bildet sich aktiv. Während dieser Zeit benötigt der Kohl zusätzliche Nährstoffe. Zur Düngung bereite ich folgende Lösung zu:
1 Liter Königskerzen- oder Kräutertee;
1 Esslöffel Kaliumsulfat;
10 Liter Wasser.
Ich gieße die Pflanzen mit der Lösung an den Wurzeln, etwa einen Liter pro Kopf.
Bei unbeständigem Klima und wenn Ihr Kohl Schwierigkeiten hat, dichte Köpfe zu bilden, können Sie auch Zirkon verwenden.
Meiner Erfahrung nach ist die Entwicklung dieser Kulturpflanze stark von den Wetterbedingungen abhängig, und dieses Stimulans hilft den Pflanzen, widrigen Witterungsbedingungen besser zu trotzen.
Stellen Sie eine Lösung aus 1 ml des Produkts auf 10 Liter Wasser her und besprühen Sie die Pflanzen damit etwa alle zwei Wochen bis Ende August.
Bei extremer Hitze benötigt Kohl besonders viel Feuchtigkeit. Ich gieße ihn direkt mit kühlem Brunnenwasser.
Ich gieße, sobald die obersten 3–4 cm der Erde trocken sind. Diese Kulturpflanze ist sehr feuchtigkeitsliebend, aber Sie sollten die Beete nicht überwässern – Mäßigung ist wichtig.
Ein paar Worte zur Schädlingsbekämpfung:
Bei Raupenbefall verwende ich Lepidocide.
Bei starkem Schneckenbefall gieße ich die Erde mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung.
Um Kohlweißlinge abzuwehren, bestäube ich die Pflanzen mit einer Mischung aus Holzasche und Tabakstaub.
Am besten macht man das direkt nach dem Gießen oder Regen – dann haftet das Pulver besser an den Blättern und ist viel wirksamer.