Rizinusöl wird als günstiger Trick angepriesen, um das Wurzelwachstum von Rosen anzuregen und eine üppige Blütenbildung zu fördern. Eine einzige Flasche reicht jedoch nicht aus, um die Blüte zu bestimmen, und eine falsch gemischte Öllösung kann Blättern und Erde mehr schaden als nutzen.
Die gute Nachricht ist: Den meisten Rosen, die nicht gut blühen, kann mit einfachen Maßnahmen geholfen werden. Zunächst sollte man feststellen, ob es ihnen an Licht, Wasser, Nährstoffen oder dem richtigen Schnitt mangelt.
Warum wächst eine Rose, blüht aber nicht?
Rosen benötigen im Allgemeinen mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag, um üppig zu blühen. Im tiefen Schatten bilden sie zwar lange, weiche Triebe, aber die Knospen bleiben dann meist spärlich.
Auch ein Stickstoffüberschuss verursacht Probleme. Er fördert große, dunkelgrüne Blätter, während die Blütenbildung verzögert wird und empfindliches Gewebe leichter von Blattläusen befallen wird.
Andererseits bedeutet trockener oder ausgelaugter Boden, dass eine Rose ohne regelmäßiges Wasser und ausreichende Nährstoffe Knospen abwirft, die Blütezeit verkürzt sich und neue Triebe bleiben schwach.
Prüfen Sie vor dem Düngen auch auf Krankheiten, Schädlinge und den Standort. Kein selbstgemachtes Mittel kann Sonne, luftige Sträucher und gesunde Wurzeln ersetzen.
Ist Rizinusöl ein wirksamer Dünger für Rosen?
Herkömmliches Rizinusöl aus der Apotheke besteht hauptsächlich aus Fett. Es enthält nicht den garantierten Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumgehalt, der für die Dosierung von Pflanzendüngern erforderlich ist.
Daher kann es weder als vollständige Nährstoffversorgung noch als zuverlässiger Knospenstimulator angesehen werden. Es gibt keine verifizierte Dosierung für die Bewässerung von Rosen im Hausgarten mit Rizinusöl und keine überzeugenden Beweise für eine üppigere Blüte.
Es wird oft mit Rizinuspresskuchen verwechselt. Dieser bleibt nach dem Pressen der Samen übrig, enthält organische Stoffe und wird in einigen Ländern als Dünger verwendet.
Trester und Öl sind jedoch nicht dasselbe Produkt. Unverarbeiteter Trester kann Schadstoffe enthalten, daher gehört nur ein als Dünger gekennzeichnetes Produkt in den Garten.
Warum Öl in Verbindung mit Spülmittel Rosen schaden kann
Öl vermischt sich nicht von Natur aus mit Wasser. Selbst nach dem Schütteln bilden sich Tröpfchen, die sich ungleichmäßig auf den Blättern absetzen oder fettige Flecken in der Nähe der Wurzeln verursachen können.
Auf einem heißen Blech kann eine Ölschicht das Beschädigungsrisiko erhöhen. Eine dicke Schicht behindert zudem den Gasaustausch und bindet Staub.
Normales Spülmittel ist nicht dasselbe wie Insektizidseife für Pflanzen. Entfettungsmittel, Duftstoffe und andere Zusatzstoffe können die Schutzschicht der Blätter beschädigen.
Darüber hinaus kann das Besprühen Bienen und andere nützliche Insekten schädigen. Wenden Sie daher ohne klaren Grund und entsprechende Anweisungen kein Öl, Reinigungsmittel oder Insektizid auf geöffnete Blüten an.
Was tun, wenn Sie die Öllösung bereits verwendet haben?
Eine einmalige, schwache Anwendung schadet der Rose möglicherweise nicht. Wenden Sie jedoch keine weiteren Dosen an und beobachten Sie die Pflanze mehrere Tage lang.
Falls sich noch Öl auf den Blättern befindet, spülen Sie diese am frühen Morgen vorsichtig mit klarem Wasser ab. Vermeiden Sie dabei starke Sonneneinstrahlung und lassen Sie die Blätter nicht über Nacht nass.
Beim Gießen an den Wurzeln sollte man den Boden nicht überwässern, um das Öl sofort abzuwaschen. Halten Sie die Erde normal feucht und achten Sie darauf, dass das Wasser gut abfließen kann.
Dokumentieren Sie jegliche Braunfärbung, Flecken oder plötzliches Welken und entfernen Sie nur stark beschädigte Pflanzenteile. Düngen Sie erst wieder, wenn sich die Pflanze stabilisiert hat.
Nährstoffe, die die Blüte von Rosen zuverlässig unterstützen
Rosen im Beet profitieren im Frühjahr von einer Schicht aus reifem Kompost oder gut verrottetem Mist. Lassen Sie den Mulch einige Zentimeter von den Stängeln entfernt, damit die Rosenkrone feucht bleibt.
Bei schwachem Wachstum verwenden Sie einen granulierten Rosendünger oder einen Universaldünger gemäß der Packungsbeilage. Die erste Düngung erfolgt zu Beginn des Wachstums, die zweite bei öfterblühenden Sorten nach der ersten Blüte.
Streuen Sie den Dünger auf die feuchte Erde nahe der Wurzeln, nicht zu nah am Stängel. Gießen Sie anschließend, damit die Nährstoffe die Wurzeln erreichen, ohne sie zu verbrennen.
Rosen in Töpfen benötigen regelmäßigere Düngung, da das Substratangebot begrenzt ist. Ab dem Zeitpunkt der Knospenbildung profitieren sie von einem Flüssigd