Das klingt nach einem faszinierenden Experiment für Pflanzenfreunde! Die Vermehrung über reine Blattstecklinge (oder Blatt-Teilstecklinge) ist bei Hortensien tatsächlich eine extrem spannende Methode, um mit wenig Ausgangsmaterial viele neue Nachkommen zu ziehen.
Damit es nach einem Monat wirklich klappt und sich die ersten feinen Wurzeln und Triebansätze bilden, hier die wichtigsten Schritte für den Erfolg:
- Das richtige Blatt wählen: Nimm ein gesundes, kräftiges und voll entwickeltes Blatt (am besten im Frühsommer/Sommer).
- Blattfläche verkleinern: Halbiere das Blatt quer mit einem scharfen, sauberen Messer. Das reduziert die Verdunstung enorm, sodass das Blatt nicht austrocknet, bevor es Wurzeln schlägt.
- Das richtige Substrat: Stecke den Blattstiel bzw. das untere Blattdrittel in sehr feuchte, arme Anzuchterde (gemischt mit Sand oder Perlit).
- Treibhauseffekt (hohe Luftfeuchtigkeit): Stülpe ein Glas oder eine durchsichtige Plastiktüte über den Topf, um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu halten – das ist der Schlüssel zur Bewurzelung innerhalb weniger Wochen.
- Hell, aber keine pralle Sonne: Der Topf braucht viel Licht zum Wachsen, aber direkte Sonneneinstrahlung würde das Blatt unter der Abdeckung verbrennen.
Nach ca. 3–4 Wochen bildet sich am Blattansatz ein Wulst (Kallus) und die ersten zarten Wurzeln entstehen.
Hast du diesen Versuch selbst schon gestartet oder planst du gerade, deine Lieblingshortensie für den Garten zu vermehren?