Eier zum Frühstück, Eier zum Mittagessen, Eier zum Abendessen. Fünf Monate lang bildeten Eier den absoluten Mittelpunkt der Ernährung einer Frau. Nicht, um einer Modediät zu folgen oder an einer viralen Herausforderung teilzunehmen. Einfach, weil Eier praktisch, günstig und nahrhaft sind. Doch als sie zu einer Routineuntersuchung in die Arztpraxis kam, erwartete sie eine ernste Warnung. Was dann geschah, hatte niemand vorhergesehen. Fünf Monate lang Eier zu jeder Mahlzeit: Wie sieht das eigentlich aus? Ihr Speiseplan war alles andere als karg. Morgens ein Omelett oder Rührei. Mittags eine Frittata oder einen Salat mit hartgekochten Eiern. Abends eine selbstgemachte Quiche oder Eier nach Shakshuka-Art. Genug, um eine leckere Mahlzeit zu genießen, ohne ein Vermögen auszugeben.
Insgesamt aß sie etwa 15 Eier pro Woche oder 60 im Monat. Weit entfernt von den alten Empfehlungen, die dazu rieten, sich auf nur wenige Eier pro Woche zu beschränken. Als sie in der Arztpraxis ankam, hatte sie sich innerlich ihre Verteidigung zurechtgelegt.
Der Bluttest, der alles veränderte. Der Arzt prüfte die Ergebnisse sorgfältig. Und dann die völlige Überraschung.
Ihr schlechtes Cholesterin – LDL, das ständig überwacht wird – war gesunken. Ihr gutes Cholesterin – HDL – war gestiegen. Ihre Triglyceride lagen im optimalen Bereich. Kurz gesagt: Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit hatte sich verbessert, nicht verschlechtert.
Ein Ergebnis, das kontraintuitiv erscheinen mag, aber mit einem wachsenden wissenschaftlichen Trend übereinstimmt.
Was die Wissenschaft wirklich über Eier und Cholesterin sagt. Jahrzehntelang hatten Eier aufgrund ihres Cholesteringehalts einen schlechten Ruf. Doch Forscher haben ihr Verständnis des Themas inzwischen verfeinert.
Das Cholesterin, das wir zu uns nehmen, ist nicht dasselbe wie das Cholesterin, das in unserem Blut zirkuliert. Die Leber produziert den größten Teil des Blutcholesterins selbst – und wenn wir über die Nahrung mehr davon aufnehmen, drosselt die Leber ihre eigene Produktion auf natürliche Weise. Ein ziemlich cleverer Selbstregulierungsmechanismus.
Die wahren Ursachen für einen Anstieg des schlechten Cholesterins? Gesättigte Fettsäuren finden sich in übermäßigem Butterkonsum, verarbeitetem Fleisch oder sehr fettem Käse. Nicht im Ei selbst.
Eier sind ein Superfood, das wir nicht unterschätzen sollten. Ein ganzes Ei ist ein wahres Nährstoffwunder: hochwertiges Eiweiß, Vitamin D, B12, Selen, Cholin und Lutein. Und das alles für nur wenige Cent. Besonders hervorzuheben ist, dass das Eigelb die meisten Nährstoffe enthält – es gibt also keinen Grund, es wegzulassen.
Für gesunde Menschen ist der Verzehr von ein bis zwei Eiern pro Tag laut aktuellen Daten unproblematisch. Wenn Sie jedoch Diabetes haben oder in der Vergangenheit Herzprobleme hatten, ist es wichtig, Ihren Arzt zu konsultieren, um die Menge an Ihre individuelle Situation anzupassen.
Besonders besorgniserregend ist, was wir mit Eiern kombinieren: Speck, Würstchen, übermäßig gebuttertes Toastbrot. Es sind diese Beilagen, die den Gehalt an ungesunden Fetten in die Höhe treiben, nicht das Ei selbst.
Was lernen wir daraus? Manche vorgefassten Meinungen sollten überdacht werden – und das Ei seinerseits verdient absolut seinen Platz auf Ihrem Teller jeden Tag.