Brennholz mit hohem Heizwert erzeugt möglicherweise nicht sofort nach dem Anzünden die größte Flamme. Viel wichtiger ist jedoch, wie lange es brennt, wie viel Wärme es abgibt und ob es glühende Glut hinterlässt, die die Temperatur auch nach dem Erlöschen der Flamme aufrechterhält.
Deshalb kann das Aussehen einer Feuerstelle täuschen. Manche leichtere Holzarten brennen sehr schnell und wirken auf den ersten Blick kraftvoll, aber sie verbrennen genauso schnell.
Wenn Sie Ihren Ofen oder Kamin häufiger nachlegen müssen, verbrauchen Sie mehr Brennstoff. Bei regelmäßigem Heizen kann sich auch die Wahl der Holzart auf die Gesamtkosten auswirken.
Warum verschwindet ein Teil des Holzes so schnell aus dem Feuerraum?
Einer der Hauptunterschiede zwischen den verschiedenen Brennholzarten liegt in ihrer Dichte. Leichtes Holz hat bei gleichem Volumen ein geringeres Gewicht, daher enthält ein Kubikmeter weniger Holzmasse als dichteres Holz.
Das Ergebnis ist einfach: Leichteres Holz entzündet sich oft leichter und erzeugt schneller eine Flamme, aber die Holzmenge muss schneller nachgelegt werden.
Härteres, dichteres Holz benötigt zwar länger zum Entzünden, brennt aber gleichmäßiger. Es bildet außerdem festere Glutstücke, die die Wärme weiter abgeben.
Espe erzeugt zwar schnell eine Flamme, aber keine lange Erhitzung.
Espe zählt zu den leichteren Holzarten. Ihre Dichte beträgt laut Eingangsdaten etwa 410 Kilogramm pro Kubikmeter.
Es entzündet sich in einer Feuerstelle recht leicht und erzeugt eine hohe Flamme, aber die Glut selbst hält nicht so lange wie bei dichteren Harthölzern, weshalb es als alleiniger Brennstoff ungeeignet ist, wenn man eine stabile Temperatur über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten möchte.
Es eignet sich besonders gut zum Anzünden eines Feuers oder in Kombination mit schwererem Brennmaterial. Die schnellere Verbrennung trägt dazu bei, die Voraussetzungen für das Entzünden größerer Stücke dichten Holzes zu schaffen.
Weiden wachsen schnell und können genauso schnell verbrennen.
Weidenholz hat laut den vorliegenden Daten eine Dichte von etwa 520 Kilogramm pro Kubikmeter. Weiden wachsen schnell, was sich auch in der weicheren Struktur ihres Holzes widerspiegelt.
Es verbrennt schneller, wenn es erhitzt wird, und kann mehr Asche hinterlassen. Wenn Sie es als Hauptbrennstoff verwenden würden, müssten Sie häufiger Brennstoff in den Brennraum nachlegen.
Weide eignet sich auch besser als Zusatzholz. Man kann sie zum Heizen verwenden und, sobald das Feuer stabil brennt, eine dichtere Holzart hinzufügen.
Kiefernholz ist leicht entflammbar, hat aber noch eine andere Schwäche.
Die Dichte der Waldkiefer beträgt etwa 550 Kilogramm pro Kubikmeter. Ihr großer Vorteil ist ihre leichte Entzündbarkeit, weshalb sie häufig zum Anzünden von Feuern verwendet wird.
Holz enthält Harz, wodurch es heiß verbrennt und reißen kann. Allerdings kann es auch mehr Rauch erzeugen und, bei unsachgemäßer Verbrennung, zu einer schnelleren Rußbildung im Kamin und Schornstein beitragen.
Daher ist es ratsam, Kiefernholz eher als Zusatzbrennstoff denn als alleinige Energiequelle für langfristiges Heizen zu verwenden. Sobald der Feuerraum angezündet ist, kann härteres Holz nachgelegt werden.
Brennholz mit hohem Heizwert ist in der Regel dichter.
Wenn Sie möchten, dass eine Charge länger hält, sind Hainbuche, Buche, Eiche oder Esche besser geeignet. Diese Hölzer sind härter und haben eine höhere Dichte, die laut Eingangsdaten zwischen etwa 700 und 830 Kilogramm pro Kubikmeter liegen kann.
Dieses Holz entzündet sich möglicherweise nicht so leicht wie leichtes Kiefernholz oder Espenholz, aber wenn es einmal brennt, hält es eine stabilere Flamme und erzeugt länger glühende Glut.
Das praktische Ergebnis ist, dass man seltener Brennstoff nachlegen muss. Gleichzeitig erhält man mit der gleichen Brennstoffmenge mehr Holzmasse, die nach und nach in Wärme umgewandelt wird.
Die Hainbuche eignet sich dafür, wenn man lang anhaltende und gleichmäßige Wärme wünscht.
Hainbuche ist ein sehr dichtes Brennholz. Aufgrund seiner dichten Struktur brennt es langsamer und erzeugt lang anhaltende Glut.
Es benötigt eine gut vorbereitete Feuerstelle und reichlich kleineres, trockenes Holz zum Aufheizen. Ist es jedoch einmal angezündet, eignet es sich, die Temperatur ohne ständiges Nachlegen konstant zu halten.
In der Praxis funktioniert es gut in Kombination mit leichterem Holz. Das leichtere Holz hilft beim Anzünden des Feuers, und das Hainbuchenholz übernimmt dann die längerfristige Wärmeabgabe.
Buche, Eiche und Esche gehören zu den bewährten Holzarten.
Buche erzeugt eine gleichmäß