Wespen haben reifende Früchte befallen? Der wirksamste Schutz besteht nicht in einer Falle oder einem Abwehrmittel, sondern in einer einfachen Maßnahme während der Ernte.

Wespen treten in der zweiten Sommerhälfte auf Früchten auf, besonders dort, wo die Schale aufreißt und der süße Saft austritt. Der zuverlässigste Schutz beginnt daher nicht mit einer Falle oder einem künstlichen Nest, sondern mit dem regelmäßigen Sammeln reifer und beschädigter Früchte, die noch Insekten anlocken.

Pflaumen, Birnen, Äpfel, Feigen und Weintrauben sind für Wespen und Hornissen attraktiv, besonders nach Beschädigungen. Der süße Duft verbreitet sich in der Umgebung, und so fliegen nach und nach immer mehr Arbeiterinnen zu einer einzigen Frucht.

Auch bei der Ernte besteht ein Sicherheitsrisiko. Eine Wespe kann sich in einem Riss oder einer Vertiefung der Frucht verstecken und zustechen, bevor man es merkt, wenn man darauf drückt.

Wespen auf Früchten sind möglicherweise nicht die Ursache des anfänglichen Schadens.
Bei Früchten mit festerer Schale vergrößern Wespen oft nur ein bereits vorhandenes Loch. Ein Apfel oder eine Birne kann durch einen Vogel, eine schälende Raupe oder Regentropfen beschädigt worden sein.

Bei weicheren Früchten wie Pflaumen, Weintrauben oder sehr reifen Birnen können die Wespen die Schale selbst beschädigen, wodurch sie Zugang zum Fruchtfleisch und dem süßen Saft erhalten.

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Die beschädigten Früchte beginnen weich zu werden, zu gären oder zu faulen. Der Geruch wird intensiver und das Gebiet wird für andere Insekten noch attraktiver.

Der wichtigste Schritt ist die tägliche Sammlung.
Kontrollieren Sie die reifenden Früchte regelmäßig, idealerweise täglich, und ernten Sie sie, sobald sie den entsprechenden Reifegrad erreicht haben.

Lassen Sie die Früchte nicht am Baum überreif werden. Weiche Früchte platzen leichter auf, geben Saft ab und locken Wespen schneller an.

Durch häufiges Ernten entfernt man die Nahrungsquelle, an der sich die Insekten während der Ernte festhalten. Daher kann dieser einfache Schritt effektiver sein als das alleinige Aufstellen von Fallen.

Beschädigte Früchte sofort entfernen.
Lassen Sie keine Früchte am Baum, die von Vögeln oder Insekten angefressen wurden. Entfernen Sie außerdem angeplatzte Pflaumen, beschädigte Weintrauben und weiche Birnen.

Sammeln Sie auch die Früchte, die unter den Baum gefallen sind. Selbst wenn sie am Boden zu gären beginnen, verströmen sie noch immer einen intensiven süßen Duft.

Bei einer reichen Ernte empfiehlt sich eine kurze Kontrolle morgens und abends. Besonders bei heißem Wetter können beschädigte Früchte sehr schnell zu gären beginnen.

Entfernen Sie Früchte, die von Vögeln oder Insekten angefressen wurden.
Sammeln Sie angeknackste Pflaumen und Traubenbeeren.
Überreife und faulende Früchte sollten nicht am Baum hängen bleiben.
Sammeln Sie regelmäßig heruntergefallenes Obst unter dem Baum auf.
Entfernen Sie außerdem Fruchtreste, bevor Sie mit dem Kompostieren beginnen.
Lassen Sie keine Obstreste neben der Ernte liegen.
Wenn man die beschädigten Früchte einfach auf einen offenen Haufen ein paar Meter vom Baum entfernt wirft, hat man das Problem eigentlich nur verlagert.

Der süßliche Geruch wird weiterhin Wespen in denselben Teil des Gartens locken, daher sollten die Abfälle in einen verschließbaren Behälter oder einen abgedeckten Komposter gegeben werden.

Überprüfen Sie auch den Bereich um Ihre Sitzgelegenheiten im Freien. Übrig gebliebenes Obst, Saft oder zuckerhaltige Getränke können eine weitere Nahrungsquelle darstellen.

Ein feines Netz schützt die wertvollsten Früchte
Eine mechanische Barriere ist eine der zuverlässigsten Schutzmethoden. In einem kleinen Garten muss man nicht den gesamten Baum abdecken.

Praktischer ist es, einzelne Traubentrauben oder die wertvollsten Früchte mit Säcken aus feinem Netzgewebe, Musselin oder ähnlichem luftdurchlässigem Material zu schützen.

Stülpen Sie die Beutel über die Früchte, bevor sie vollständig reif sind. So kann die Wespe die Schale nicht erreichen, selbst wenn die Früchte anfangen, stärker zu riechen.

Die Fruchthöhle darf keinen Fötus enthalten.
Die Schutzhülle muss locker bleiben. Wird sie zu fest um die Früchte oder die Fruchttraube gezogen, kann dies die Luftzirkulation behindern und die wachsenden Früchte beschädigen.

Nach Regenfällen sollte man im Inneren auf stehendes Wasser achten. Überschüssige Feuchtigkeit kann Fäulnis oder Risse begünstigen.

Schließen Sie die Ränder um den Stiel herum, aber ziehen Sie sie nicht so fest an, dass Sie ihn beschädigen. Der Schutz muss außerdem so dicht sein, dass die Wespe nicht durch das Loch kriechen kann.

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