Wussten Sie, dass Ahornsamen (sogenannte Flügelfrüchte oder Samaras) essbar und reich an Protein sind? Naschen Sie diese kleinen grünen Schätze direkt vom Baum als Snack für unterwegs oder nehmen Sie sie mit nach Hause – ein leckerer Genuss.

Junge, grüne Ahornsamen sind tatsächlich eine unterschätzte Wildnahrung! Ihr nussiges Aroma erinnert leicht an Edamame oder Erbsen, erfordert beim Sammeln und Zubereiten aber ein paar Kniffe, damit sie wirklich schmecken:

  • Die Flügel hüllen das Beste ein: Der zähe Flügel selbst wird abgezogen – gegessen wird nur der kleine, grüne Kern im Inneren.
  • Bitterstoffe mildern: Roh enthalten viele Kerne reichlich Gerbstoffe (Tannine). Ein kurzes Blanchieren in kochendem Wasser wäscht die Bitterkeit aus. Anschließend leicht in der Pfanne mit etwas Olivenöl und Salz angeröstet, entfalten sie erst ihren richtigen nussigen Geschmack.
  • Der richtige Zeitpunkt: Im späten Frühjahr bis Frühsommer sind die Kerne weich und zart. Wenn sie im Herbst braun und trocken werden, sind die Schalen extrem hart – dann werden die Kerne eher getrocknet und zu Mehl gemahlen.
  • Auf die Art achten: Besonders die Kerne von Spitzahorn und Zuckerahorn schmecken mild. Beim Bergahorn (Acer pseudoplatanus) ist etwas Vorsicht geboten: Seine Samen enthalten den Stoff Hypoglycin A (für Pferde hochgiftig) und schmecken auch für Menschen roh sehr bitter und sind schwer bekömmlich.

Ein toller Snack für den Frühsommer, wenn man die richtige Baumart im Blick hat!

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