Ein Kribbeln, ein Gefühl von „Ameisenlaufen“ oder Taubheit in den Händen … passiert Ihnen das häufig? Nachts oder sogar tagsüber?
Auch wenn es zunächst harmlos erscheinen mag, verdient dieses kleine Signal des Körpers bisweilen unsere Aufmerksamkeit.
Denn hinter einer tauben Hand kann mehr stecken als nur eine ungünstige Körperhaltung.
Warum schlafen meine Hände ein?
Dieses Phänomen, medizinisch als Parästhesie bezeichnet, tritt auf, wenn die Nervenfunktion oder die Durchblutung gestört ist.
In manchen Fällen handelt es sich um eine vorübergehende und harmlose Erscheinung. Doch wenn das Problem wiederholt auftritt, kann dies auf ein Ungleichgewicht hinweisen, das nicht ignoriert werden sollte.
Die häufigsten (und harmlosen) Ursachen
- Ungünstige Körperhaltung: Wenn man auf dem Arm schläft oder sich zu lange auf das Handgelenk stützt, kann die Durchblutung gestört oder ein Nerv eingeklemmt werden.
- Wiederkehrende Bewegungen: Häufige Computerarbeit (Maus und Tastatur) oder Hausarbeiten können Nerven und Sehnen überlasten.
- Stress oder Angst: Nervliche Anspannung beeinflusst die Durchblutung und kann ungewöhnliche Empfindungen in den Gliedmaßen auslösen.
- Nährstoffmangel oder Flüssigkeitsmangel: Ein Mangel an Magnesium, Kalium oder B-Vitaminen kann die Nervenleitfähigkeit beeinträchtigen.
Wann sollten Sie sich Sorgen machen?
Wenn die Taubheit:
- Täglich auftritt, auch im Ruhezustand
- Auf Arme, Nacken oder Gesicht übergreift
- Von Schmerzen, Schwindel oder Muskelschwäche begleitet wird
- Ihre Geschicklichkeit beeinträchtigt (z. B. beim Halten eines Glases oder beim Zuknöpfen eines Hemdes)
Suchen Sie einen Arzt auf. Lieber eine kleine Vorsorgeuntersuchung als ein unentdecktes ernstes Problem.
Mögliche zugrundeliegende Erkrankungen
- Karpaltunnelsyndrom: sehr verbreitet, besonders bei Menschen, die viel mit den Händen arbeiten. Es verursacht Kribbeln in Daumen, Zeige- und Mittelfinger.
- Periphere Neuropathie: oft in Verbindung mit Diabetes oder Vitamin-B12-Mangel. Die Nervenfunktion lässt nach, was zu Taubheitsgefühlen und Schmerzen führt.
- Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich oder Rückenprobleme: Kompressionen im Wirbelbereich können Beschwerden auslösen, die bis in die Hände ausstrahlen.
- Durchblutungsstörungen: schlechte Durchblutung – bedingt durch Alter, Rauchen oder bestimmte Erkrankungen – kann die Hände mit zu wenig Sauerstoff versorgen.
5 sanfte und wirksame natürliche Mittel
- Massage mit ätherischen Ölen: Ein paar Tropfen Rosmarin- oder Ingweröl auf Handgelenke, Finger und Unterarme können die Durchblutung fördern und die Nerven entspannen.
- Einfache Übungen: Hände öffnen und schließen, Handgelenke kreisen lassen, einen Anti-Stress-Ball kneten. Diese Bewegungen aktivieren die Nerven und fördern die Beweglichkeit.
- Ingwer-Kurkuma-Tee: ein sanftes und wirksames entzündungshemmendes Duo. Einmal täglich heiß trinken.
- Wechselbäder (warm und kalt): jeweils einige Minuten bei der jeweiligen Temperatur regen die Durchblutung an und lösen nervliche Spannungen.
- Vitamin- und Mineralstoffzufuhr: Achten Sie besonders auf B12, B6, Magnesium und Kalium durch eine ausgewogene Ernährung (Spinat, Eier, Nüsse, Hülsenfrüchte …). Gute Gewohnheiten für den Alltag
- Achten Sie auf eine gute Körperhaltung am Schreibtisch und im Schlaf
- Legen Sie regelmäßige Pausen ein, wenn Sie Ihre Hände stark beanspruchen
- Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit
- Betätigen Sie sich sanft körperlich (Spazierengehen, Yoga …)
- Vermeiden Sie sich wiederholende Bewegungen ohne Pausen
Und was, wenn auch eine emotionale Komponente eine Rolle spielt?
Für Menschen, die für symbolische Aspekte empfänglich sind, stehen die Hände für Handeln, Kreativität und das Geben bzw. Empfangen. Ein Taubheitsgefühl kann bisweilen eine emotionale Blockade widerspiegeln: etwa die Angst davor, zu handeln, sich auszudrücken oder etwas anzunehmen.
Wenn Ihre Hände taub werden, versucht Ihr Körper womöglich einfach nur, Sie wachzurütteln.