Natron (Natriumhydrogencarbonat) ist im biologischen Gartenbau ein echter Tausendsassa, besonders wenn es um den Schutz vor Pilzerkrankungen und die schonende Pflege von Werkzeugen geht.
Durch seine leicht alkalische Wirkung verändert Natron den pH-Wert auf den Pflanzenblättern und nimmt Pilzen wie dem Echten Mehltau im Handumdrehen die Lebensgrundlage.
Die bewährtesten Einsatzmöglichkeiten im Überblick:
- Mittel gegen Echten Mehltau: Mische ca. 1 Teelöffel Natron und ein paar Tropfen Speiseöl (als Haftmittel) in 1 Liter lauwarmem Wasser. Besprühe die befallenen Blätter bei bedecktem Himmel, damit die Sonne das nasse Laub nicht verbrennt.
- Natürliche Fugenpflege: Zwischen Wegplatten oder Pflastersteinen hemmt trocken aufgestreutes oder gelöstes Natron das Nachwachsen von Unkraut in Pflasterfugen, ohne dass synthetische Chemie ins Grundwasser gelangt.
- Reinigung von Gartenwerkzeug: Mit etwas Wasser zu einer Paste angerührt, löst Natron klebrige Pflanze
nsäfte von Rosenscheren und entfernt sanft Flugrost, ohne das Metall anzugreifen. - Geruchsbindung im Kompost: Eine kleine Handvoll Natron über feuchten, zu Geruch neigenden Kompost gestreut, bindet organische Säuren und neutralisiert unangenehme Gerüche rasch.
Wichtiger Anwendungstipp: Da Natron Natrium enthält, sollte es immer gezielt auf die Blätter gesprüht und nicht großflächig in die Erde gegossen werden, damit sich kein Salz im Boden anreichert.