Johannisbeeren… Kann sich ein Sommerbewohner mit Selbstachtung ein Grundstück ohne diese leuchtenden, saftigen Beeren vorstellen? Im Sommer gibt es nichts Besseres als ein kühles Johannisbeerkompott, einen Löffel aromatische Marmelade oder eine Handvoll frischer Beeren direkt vom Strauch.
Für viele sind Johannisbeeren ein Geschmackserlebnis der Kindheit. Sicherlich erinnern Sie sich noch daran, wie Sie im Dorf bei Ihrer Großmutter Trauben vom Strauch pflückten und sie gleich dort aßen. Doch wenn Sie Ihr eigenes Grundstück haben, stellen Sie plötzlich fest, dass die Beeren klein und sauer sind und abfallen, bevor sie geerntet werden können.

Was ist der Grund?
Die Antwort ist einfach: Johannisbeeren sind zwar anspruchslos, aber um das Beste aus ihnen herauszuholen, muss man einige Tricks kennen. Ich habe auch lange gelitten, aber dann habe ich eine Methode gefunden, die meine Herangehensweise an die Pflege dieser Beere völlig verändert hat.
Jetzt laufe ich nicht mehr mit der Gießkanne herum, gebe nicht viel Geld für Dünger aus und mache mir keine Sorgen über Krankheiten. Im Frühjahr gieße ich die Büsche einmal – und bis zum Hochsommer habe ich eine solche Ernte eingefahren, dass meine Nachbarn staunen.
Das Geheimnis ist unglaublich einfach und, ehrlich gesagt, es ist schwer zu glauben, bis man es selbst ausprobiert.
Warum Beeren klein und sauer sein können
Wenn Ihre Ernte enttäuschend ausfällt, liegt das höchstwahrscheinlich an einem der folgenden drei Faktoren:
- Zu häufiges Gießen. Viele Menschen glauben, dass Beeren viel Wasser brauchen und beginnen, die Büsche zu übergießen. Infolgedessen beginnen die Wurzeln in der oberen Schicht zu faulen und die Pflanze wird schwächer.
- Übermäßige Düngung. Stickstoffdünger, insbesondere Mist, werden oft im Übermaß eingesetzt. Der Busch beginnt aktiv Grün zu produzieren, und die Beeren werden wässrig und verlieren ihren Geschmack.
- Fehlende Mykorrhiza. Die Natur hat eine Symbiose aus Pilzen und Pflanzen geschaffen. Das Myzel hilft den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme. Fehlt Mykorrhiza im Boden, müssen die Johannisbeeren allein zurechtkommen – und das beeinträchtigt die Ernte.

Natürlich können Sie das Bewässerungs- und Düngeregime anpassen. Es gibt jedoch einen einfacheren Weg – eine Frühlingsbewässerung, die Sie die ganze Saison über vor Sorgen bewahrt.
Frühlingsbewässerung, die bis zum Herbst anhält
Wie viele Sommerbewohner suchte ich lange nach dem idealen Verhältnis von Bewässerung und Düngung. Doch eines Tages stieß ich auf einen Artikel über Mykorrhiza und erkannte, dass all meine Bemühungen lediglich das natürliche Gleichgewicht ersetzten. Schließlich kommen Pflanzen in der Natur allein zurecht – mit Hilfe von Pilzorganismen.
Im Boden lebende Pilze verbinden sich mit den Wurzeln und bilden ein symbiotisches System. Sie „jagen“ nach Nährstoffen und geben sie an den Strauch weiter. Im Gegenzug erhalten sie die von der Johannisbeere produzierten Kohlenhydrate. Es stellt sich heraus, dass der Strauch keinen Dünger mehr benötigt – er versorgt sich selbst mit allem, was er braucht.

Damit das funktioniert, muss aber alles richtig gemacht werden.
So führen Sie Mykorrhiza richtig ein
Es genügt nicht, das Präparat einfach unter den Strauch zu streuen. Es wird nur dann wirksam sein, wenn die Bedingungen erfüllt sind.
Wann bewerben? Die beste Zeit ist, wenn sich der Boden auf +10 Grad erwärmt. Normalerweise ist dies Ende April oder Anfang Mai. Wenn der Boden kalt ist, wurzelt der Pilz nicht.
Wie man gießt. Verdünnen Sie das Präparat gemäß den Anweisungen und gießen Sie es bei bewölktem Wetter oder frühmorgens unter die Wurzel. Unmittelbar danach den Boden mulchen – dies schützt das Myzel vor dem Austrocknen.

Wie Sie erkennen, dass der Prozess begonnen hat. Die ersten Anzeichen werden sich in ein paar Wochen zeigen: Die Blätter werden heller, die Triebe kräftiger und höher, die Eierstöcke größer. Und im Sommer werden Sie Ihren Augen kaum trauen – die Beeren werden groß, saftig und süß sein.
Was ist zu beachten
Mykorrhiza ist ein lebender Organismus. Es kann leicht zerstört werden, wenn Sie die Regeln nicht befolgen:
— Graben Sie die Erde unter den Sträuchern nicht um, um die Pilzfäden nicht zu beschädigen. — Verwenden Sie keine chemischen Düngemittel, da diese die Mykorrhiza abtöten. — Geben Sie einmal im Monat Humus hinzu, um die Wirkung zu verstärken.
Wenn alles richtig gemacht wird, wird Ihre Ernte ein Rekord sein. Seit einigen Jahren habe ich vergessen, welche Probleme Johannisbeeren verursachen. Ich habe einmal im Frühjahr gegossen – und das Ergebnis gefällt mir die ganze Saison über.

– Das kann nicht sein! – Die Nachbarn sind überrascht. – So gibt es Johannisbeeren nicht!
Doch sobald sie die Beere probieren, greifen sie sofort zur Mykorrhiza. Und Sie sollten es versuchen. Die Methode ist einfach und das Ergebnis umwerfend.
Einmal im Frühjahr gießen – und keine Sorge. Und im Sommer nur reife, süße, große Johannisbeeren. Haben Sie diese Methode schon einmal ausprobiert? Verraten Sie es uns in den Kommentaren – vielleicht haben Sie ja Ihre eigenen Gartengeheimnisse.
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