Mama hat meinen Bruder Ivan und mich alleine großgezogen. Papa hat die Familie verlassen, als ich 8 Jahre alt war und mein Bruder erst 2.

Unsere Mutter hat uns – meinen Bruder Iwan und mich – allein großgezogen. Vater verließ die Familie, als ich acht Jahre alt war und Iwan gerade zwei. Seitdem trug Mama alle Lasten auf ihren Schultern. Sie arbeitete unermüdlich, oft auf zwei oder drei Jobs gleichzeitig, und fand dennoch immer Zeit für uns. Sie gab uns Liebe, Unterstützung und ermöglichte uns eine Ausbildung und ein besseres Leben.

Schon früh begann ich selbst zu arbeiten, zunächst als Kellnerin. In dieser Zeit lernte ich meinen späteren Mann kennen – einen Soldaten. Mit ihm zog ich nach Jaworiw, während Mama mit Iwan in Tscherkassy blieb. Trotz aller Schwierigkeiten war sie stets lebensfroh. Selbst als sie durch die harte Arbeit ihre Gehfähigkeit verlor, blieb sie stark und kümmerte sich weiterhin um meinen Bruder. Umso härter war es für mich, ihre Tränen zu hören, als sie mich bat, sie zu sich zu holen.

>

Vor einem halben Jahr heiratete Iwan. Seine Frau Lesja wurde von Anfang an nicht warm mit unserer Familie. Sie war überheblich und selbstsicher. Ich wollte mich nicht in ihre Ehe einmischen, schließlich war es sein Leben. Doch ein erstes Zeichen ihrer Kälte zeigte sich bereits bei der Hochzeit: Sie verbot Mama, zur Feier zu kommen, weil ihr Rollstuhl angeblich das „Bild“ ruinieren würde. Mama sagte nur: „Na gut, dann eben nicht.“ Aber ich sah, wie sehr es sie verletzte.

Vor kurzem rief Mama mich erneut weinend an:
„Olena, bitte hol mich zu dir.“
Sie erzählte, dass Lesja sie tagelang weder fütterte noch pflegte. Mama lag in Schmutz, ohne Medikamente, ohne Hilfe. Auf meine Frage, warum sie es Iwan nicht sagte, antwortete sie: „Er ist in der Armee und kümmert sich auch sonst nicht. Lesja behauptet, ich würde ihre Wohnung mit meinem Dasein verderben.“

Am nächsten Tag war ich schon in Tscherkassy und nahm Mama mit. Lesja war froh, sie loszuwerden, ohne auch nur ein Wort des Bedauerns. Als Iwan aus dem Einsatz zurückkehrte, fragte er nicht einmal nach ihr. Dieses Verhalten verletzte mich zutiefst, und ich beschloss, den Kontakt abzubrechen.

Heute lebt Mama bei mir. Ich pflege sie und sorge dafür, dass sie die Liebe und Fürsorge bekommt, die sie ihr Leben lang uns gegeben hat. Sie verdient das. Von Iwan kam bis heute kein Anruf, kein Interesse, keine Einladung. Er hat offenbar vergessen, wem er sein Leben verdankt. Für mich bleibt unverständlich, wie man so mit der eigenen Mutter umgehen kann.

👉 Wenn dich diese Geschichte berührt hat, abonniere unsere Seite, gib ein Like und teile den Beitrag, damit noch mehr Menschen daran erinnert werden, wie wichtig Respekt und Fürsorge innerhalb der Familie sind. 💙🌿

Leave a Comment