Ihre Batterie wird beim ersten Frost ausfallen! So erkennen Sie es.

Das erste und offensichtlichste Anzeichen für ein Problem mit der Batterie ist ein schwieriger Motorstart. Ignoriert man den Moment, in dem der Anlasser immer langsamer dreht, spitzt sich die Lage innerhalb weniger Tage zu. Die Instrumentenbeleuchtung wird merklich schwächer, und anstelle des gewohnten Brummens hört man ein dumpfes Knistern, Knacken oder Pfeifen aus dem Motorraum – kurz gesagt, das Auto signalisiert, dass es nicht mehr weiterfahren kann.

Solche Probleme treten meist nicht plötzlich auf, sondern als Folge der Fahrgewohnheiten. Dies liegt vor allem am hektischen Lebensstil in der Großstadt. Morgens wird der Motor kalt gestartet, nachdem das Öl über Nacht eingedickt ist. Dann folgt das langsame Vorankommen im Stau, wobei alle Stromverbraucher – Scheinwerfer, Heizung, Klimaanlage und Multimedia – ständig laufen. Abends ist es die gleiche Rückfahrt. Unter diesen Bedingungen kann die Lichtmaschine die durch Starten und Betrieb der Elektronik verlorene Ladung nicht wieder auffüllen, und die Batterie entlädt sich allmählich.

Dieses Problem tritt besonders im Winter auf. Bei Minustemperaturen verläuft der Ladevorgang extrem langsam und kommt mitunter fast vollständig zum Erliegen. Verschärft wird die Situation bei Fahrzeugen, deren Batterie außerhalb des Motorraums oder im kalten Kofferraum einer Limousine verbaut ist, wo die Motorwärme kaum hinkommt. Unter solchen Bedingungen kann selbst eine brandneue Batterie ausfallen.

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Wenn Sie vermuten, dass die Spannung an den Batteriepolen unter den Normalwert gefallen ist, sollten Sie nicht raten, sondern ein Multimeter verwenden. Eine voll geladene Batterie sollte bei ausgeschaltetem Motor etwa 12,6–12,7 V anzeigen. Messen Sie die Spannung am besten einige Stunden nach dem Abstellen des Motors, da der Wert sonst zu hoch ist. Zeigt das Multimeter etwa 12,2 V oder weniger an, muss die Batterie aufgeladen werden.

Ist immer die Batterie schuld?

Das lässt sich leicht überprüfen. Messen Sie die Spannung an den Anschlüssen bei laufendem Motor. Normalerweise sollte sie zwischen 13,9 und 14,7 V liegen. Ist der Wert deutlich niedriger, liegt die Ursache wahrscheinlich nicht an der Batterie, sondern an der Lichtmaschine oder der Fahrzeugverkabelung.

Moderne Autos verwenden häufig einen im Minuspol integrierten Sensor. Zwei dünne Drähte führen von diesem zum elektronischen Steuergerät, und dieser Stecker kann bei Bedarf getrennt werden.

Geht da nicht Ladung verloren?

Manchmal sinkt die Batteriespannung, selbst wenn ein Auto nicht im Stau steht, sondern einfach nur geparkt ist. Das liegt nicht nur an der natürlichen Selbstentladung der Batterie. Auch ein voll funktionsfähiges, modernes Auto verbraucht im geparkten Zustand eine geringe Menge Strom. Veraltete Kabel, nachträglich eingebaute Audiosysteme, Alarmanlagen und zusätzliche Module können diesen Verbrauch deutlich erhöhen.

Wird die Maschine täglich genutzt, sind solche Verluste nicht kritisch – der Generator sorgt für den vollständigen Nachschub. Steht die Maschine jedoch wochen- oder monatelang still, kann ein Leck unangenehme Folgen haben.

Um eine gefährliche Tiefentladung der Batterie zu verhindern, werden verschiedene elektronische Geräte eingesetzt. Beispielsweise beeinträchtigen Batteriezustandsmonitore (Datenlogger) den Systembetrieb nicht, sondern übertragen lediglich Spannungs- und Batteriezustandsdaten an das Smartphone des Besitzers.

Eine weitere Möglichkeit sind automatische Batterietrennschalter, wie z. B. Entladestopp-Geräte. Diese trennen die Batterie automatisch vom Bordnetz, sobald die Spannung unter einen voreingestellten Wert, beispielsweise 12,2 V, fällt. Eine leichte Vibration – etwa ein Klopfen auf das Lenkrad oder die Motorhaube – genügt, um die Verbindung wiederherzustellen. Bei einem Schwellenwert von ca. 12,6 V wird die Batterie jedes Mal getrennt, wenn das Fahrzeug verriegelt wird.

Unsere Referenz

Die Erfahrung zeigt, dass werkseitig eingebaute Batterien oft länger halten als später gekaufte Ersatzbatterien. Der Grund ist einfach: Batterien für Automobilhersteller werden nach strengeren Qualitätsstandards gefertigt. Außerdem altert mit der Zeit die Fahrzeugelektrik selbst – Leckagen nehmen zu, und die Lichtmaschine arbeitet nicht mehr so ​​effizient.

Intellektuelle Verantwortung

Viele Fahrzeuge nutzen ein intelligentes Lichtmaschinen-Spannungsmanagementsystem, teilweise sogar ohne zusätzliche Sensoren. Ähnliche Lösungen finden sich beispielsweise in Renault-Modellen und Fahrzeugen, die auf deren Plattform basieren. Üblicherweise wird ein Sensor am Minuspol verwendet, der Lade- und Entladeströme, Spannung, Temperatur und Innenwiderstand der Batterie überwacht.

Manche Autofahrer halten solche Sensoren für schädlich: Manchmal zeigt das Voltmeter bei laufendem Motor nur etwa 12,5 V an – als ob die Batterie nicht geladen wäre. Dann ziehen die Besitzer einfach den Stecker und deaktivieren das intelligente System. Ist das wirklich sinnvoll? Die intelligente Steuerung trägt zwar dazu bei, den Kraftstoffverbrauch leicht zu senken, indem sie die Belastung der Lichtmaschine reduziert, und kann bei regelmäßiger Nutzung die Batterielebensdauer verlängern. Wird das Auto jedoch im Winter selten gefahren, ist die Deaktivierung dieses Systems unter Umständen gerechtfertigt.

Wie lange ist die Akkulaufzeit?

Gemäß GOST R 53165–2020 sollte die durchschnittliche Batterielebensdauer mindestens 24 Monate bei einer Laufleistung von bis zu 90.000 Kilometern oder 3.000 Motorstunden betragen. Bei Batterien mit reduziertem Wasserverbrauch liegt die durchschnittliche Lebensdauer bei mindestens 48 Monaten oder 100.000 Kilometern. In der Praxis halten die meisten Batterien etwa fünf bis sechs Jahre. Zwar gibt es Fälle, in denen Batterien 8–10 Jahre oder länger halten, dies ist jedoch die Ausnahme.

Übrigens können nicht nur Akkus in elektronischen Geräten aufquellen. Auch Autobatterien können sich aufblähen, wenn der Elektrolyt gefriert – dann bleibt nur noch die Entsorgung.

Der einfachste Weg, den Zustand der Batterie zu überprüfen, ist ein Blick durch das Sichtfenster, sofern die Batterie über eines verfügt. Dieses zeigt jedoch nur die Parameter einer von sechs Zellen an und liefert daher kein vollständiges Bild. EFB- und AGM-Batterien haben in der Regel eine längere Lebensdauer, mitunter mehrere Jahre, sind aber auch deutlich teurer als herkömmliche Batterien.

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