Wann sollte man Kartoffeln ernten, damit sie im Keller nicht zu früh keimen, weich werden oder faulen? Der Mondkalender gibt traditionelle Termine im August vor, aber das entscheidende Signal liefert immer noch die Pflanze selbst und die Festigkeit der Knollenhaut.

Zu frühes Graben führt zu einer dünnen Schale, die sich leicht abreiben lässt, während zu spätes Pflücken aus nassem Boden das Risiko von Beschädigung, Krankheit und Verlust während der Lagerung erhöht.

Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man mehrere Anzeichen gleichzeitig berücksichtigt. Achten Sie auf das Welken der Pflanze, die Wettervorhersage, die Sorte und den Zustand des Bodens und wählen Sie erst dann den richtigen Tag.

Wann man Kartoffeln laut Mondkalender erntet
Der traditionelle Mondkalender empfiehlt, unterirdische Pflanzenteile an bestimmten Tagen des abnehmenden Mondes zu ernten. Im August 2026 gelten der 3., 5., 7., 15., 20. und 28. August als günstige Termine.

Diese Daten können Ihnen als praktische Hilfe bei der Planung Ihrer Gartenarbeit dienen. Sie bedeuten jedoch nicht, dass Sie unreife Kartoffeln ausgraben oder bei Regen den Garten betreten sollten.

Wenn ein günstiger Mondtag mit trockenem Wetter und reifen Knollen zusammenfällt, sind die Erntebedingungen sehr gut. Bei nassem Boden ist es ratsamer, auf den nächsten trockenen Tag zu warten.

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Nutzen Sie den Mondkalender daher nur als Ergänzung, nicht als alleinige Richtlinie. Der Zustand der Pflanzen und ihrer Schale ist für die Lagerfähigkeit von größerer praktischer Bedeutung.

Welkende Blätter sind das erste Signal, kein unmittelbarer Befehl.
Kartoffeln reifen allmählich. Zuerst welken die Blätter, werden gelb und verlieren ihre Festigkeit, dann fallen die Blätter zu Boden und trocknen aus.

Sobald die ersten Anzeichen des natürlichen Absterbens sichtbar sind, können die Knollen ihre Schale noch einige Tage lang verhärten. Daher lohnt es sich oft, bei Kartoffeln, die zur Lagerung bestimmt sind, etwa fünf bis zehn Tage zu warten.

Während dieser Zeit wächst die Pflanze nicht mehr wesentlich, aber die Oberfläche der Knollen wird widerstandsfähiger. Die festere Schale verringert den Abrieb bei der Ernte und beim Transport.

Eine Ausnahme bildet die Krautfäule. Befallene Pflanzen sollten nur dann entfernt und die Knollen nur dann im Boden belassen werden, wenn dieser trocken ist und keine Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Fäulnis besteht.

Ein einfacher Test zeigt, ob die Schale bereit ist.
Graben Sie vor der Ernte ein oder zwei Testbüschel aus. Wählen Sie eine durchschnittlich große Pflanze, nicht die schwächste oder kräftigste im Beet.

Streichen Sie vorsichtig mit dem Daumen über die Oberfläche der Knolle. Lässt sich die Schale leicht abreiben oder abziehen, sind die Kartoffeln noch nicht optimal für die Langzeitlagerung geeignet.

Die Schale einer reifen Knolle ist fest und gibt bei leichter Reibung nicht nach. Eine solche Knolle ist besser gegen kleinere Verletzungen gewappnet und verliert langsamer Wasser.

Prüfen Sie auch die Größe und Anzahl der Knollen. Frühe Sorten sind möglicherweise früher erntereif, während späte Sorten eine längere Wachstumsperiode benötigen.

Frühkartoffeln und Lagerkartoffeln werden unterschiedlich geerntet.
Frühkartoffeln kann man ernten, solange sie noch grün sind. Sie haben eine weiche Schale, einen ausgezeichneten Geschmack und sind für den schnellen Verzehr bestimmt.

Solche Knollen halten sich im Keller nicht viele Monate. Ihre dünne Schale ist leicht zu beschädigen und schützt nicht ausreichend vor Wasserverlust.

Kartoffeln, die für die Winterlagerung bestimmt sind, sollten vollständig ausreifen. Mittel- und spätreife Sorten mit einer natürlich längeren Ruhephase eignen sich besser.

Die zu erwartende Haltbarkeit wird daher nicht allein durch den Erntetag bestimmt. Sorte, Gesundheitszustand und Anbaumethode während der gesamten Saison spielen eine entscheidende Rolle.

Warum man Kartoffeln nicht aus nassem Boden ausgraben sollte
Feuchte Erde haftet an den Knollen und erschwert das Erkennen beschädigter Stellen. Beim Reinigen kann man die Schale leichter abkratzen oder kleine Wunden verursachen.

Feuchte Kartoffeln brauchen auch länger zum Trocknen. Wenn man sie zu früh in Kisten packt, kann sich zwischen den Knollen Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit stauen.

Wählen Sie einen trockenen Tag für die Ernte und warten Sie, bis der Boden nach dem Regen ausreichend abgetrocknet ist. Am besten gedeiht es in leicht trockenem, krümeligem Boden.

Extrem harter, ausgetrockneter Boden ist jedoch ebenfalls nicht ideal. Mit einer Mistgabel oder Hacke lassen sich die Knollen leichter durchtrennen.

Wie man Kartoffeln ausgräbt, ohne unnötige Verletzungen zu verursachen
Bei kleineren Beeten verwendet man eine Grabegabel. Man sticht mit genügend Abstand zur Mitte des Pflanzklumpens und hebt die Erde vorsichtig an.

Versuchen Sie nicht, die gesamte Kartoffelstaude gewaltsam an den trockenen Wurzeln herauszuziehen. Einige Kartoffeln könnten im Bode

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