Der Standby-Modus eines Fernsehers endet nicht immer mit dem Drücken einer Taste auf der Fernbedienung. Der Bildschirm schaltet sich zwar aus, aber der Fernbedienungsempfänger, die Netzwerkfunktionen oder die Schnellstartfunktion bleiben möglicherweise für den nächsten Befehl bereit.
Ein moderner Fernseher allein verbraucht im einfachen passiven Standby-Modus in der Regel keine Dutzend Watt. Ein komplettes System mit Set-Top-Box, Spielkonsole, Soundsystem und anderen Geräten kann jedoch eine deutlich höhere Stromrechnung verursachen.
Die genaueste Antwort liefert daher weder eine rote Lampe noch eine allgemeine Liste aus dem Internet. Entscheidend ist vielmehr eine einfache Messung der jeweiligen Steckdose und die Überprüfung der Einstellungen jedes einzelnen Geräts.
Was bedeutet Standby-Modus?
Im Standby-Modus führt das Gerät seine Hauptfunktion nicht aus, bleibt aber an das Stromnetz angeschlossen. Es wartet auf ein Signal von einer Fernbedienung, einer Zeitschaltuhr, dem Heimnetzwerk oder einer verbundenen App.
Einige elektronische Bauteile bleiben daher weiterhin mit Strom versorgt. Dazu gehören beispielsweise der Infrarotempfänger, die Uhr, der Einstellungsspeicher, das Netzwerkmodul oder die Schnellstartschaltung.
Nicht alle Aus-Zustände sind gleich. Ein Fernseher kann einen passiven Standby-Modus, einen aktiven Netzwerkmodus und sogar einen energiesparenderen Zustand nach einer gewissen Inaktivitätszeit haben.
Daher kann der Stromverbrauch nach dem Ausschalten noch einige Minuten schwanken. Das Gerät führt möglicherweise ein Update durch, reinigt das Display oder kommuniziert mit dem Heimnetzwerk.
Der Standby-Stromverbrauch eines Fernsehers liegt üblicherweise zwischen 30 und 50 Watt.
Bei einem modernen Fernseher sind 30 bis 50 Watt für einen einfachen passiven Standby-Modus nicht typisch. Vielmehr deutet ein solcher Wert auf eine aktive Funktion, einen Schnellstart, ein angeschlossenes Gerät oder einen falsch benannten Modus hin.
Energieeffiziente und zertifizierte Fernseher können im passiven Standby-Betrieb einen Stromverbrauch von bis zu etwa einem halben Watt aufweisen. Bei aktiver Netzwerkverbindung kann dieser Wert höher sein.
Manche Smart-TVs lassen sich weiterhin per Smartphone, Sprachassistent oder Hausautomation einschalten. Diese Funktionen können verhindern, dass der Fernseher in den energieeffizientesten Modus wechselt.
Prüfen Sie daher vor dem Ausstecken die Bedienungsanleitung und die Energiedaten des jeweiligen Modells. Ein älteres Fernsehgerät kann sich anders verhalten als ein neuer, energiesparender Receiver.
Warum das gesamte Fernsehprogramm deutlich mehr ausgeben kann
Eine Set-Top-Box, ein Satellitenreceiver, ein Router, eine Spielkonsole, eine Soundbar oder ein Abspielgerät bleiben oft neben dem Fernseher eingesteckt. Jedes dieser Geräte verursacht zusätzlichen Stromverbrauch im Standby-Modus.
Die Set-Top-Box lädt möglicherweise nachts Programmdaten herunter, zeichnet Sendungen auf oder kommuniziert mit dem Anbieter. Daher wechselt sie unter Umständen nicht in denselben Energiesparmodus wie der Fernseher.
Die Spielkonsole kann im Standby-Modus Spiele und Updates herunterladen sowie angeschlossene Controller mit Strom versorgen. Der Sofortstartmodus ist zwar praktisch, verbraucht aber mehr Strom als ein vollständiges Herunterfahren.
Audiogeräte warten auf eine drahtlose Verbindung oder ein Signal vom Fernseher. Wenn man im Laufe des Jahres mehrere kleine Abonnements zusammenrechnet, kann das Ergebnis nicht mehr unerheblich sein.
Wie berechnet man den Jahresverbrauch?
Die Berechnung ist einfach. Man multipliziert die Leistung in Watt mit der Anzahl der Betriebsstunden und teilt das Ergebnis durch tausend, um den Verbrauch in Kilowattstunden zu erhalten.
Ein Gerät mit einem Standby-Verbrauch von 1 W verbraucht bei Dauerbetrieb etwa 8,76 kWh pro Jahr. Bei einem Verbrauch von 5 W sind es etwa 43,8 kWh pro Jahr.
Die jährlichen Kosten berechnen Sie, indem Sie Ihren Verbrauch mit dem Preis pro Kilowattstunde gemäß Ihrem Tarif multiplizieren. Berücksichtigen Sie dabei auch den Betrag, den Sie tatsächlich für die verbrauchte Energie bezahlen.
Eine einzelne rote Lampe bedeutet also nicht unbedingt eine hohe Rechnung. Fünf oder zehn Geräte mit hohem Stromverbrauch können jedoch bereits einen spürbaren Betrag verursachen.
Ein Steckdosen-Wattmeter liefert das genaueste Ergebnis.
Schließen Sie das Steckdosenmessgerät zwischen Steckdose und Gerät an. Es zeigt die aktuelle Leistung in Watt sowie den über einen längeren Messzeitraum akkumulierten Verbrauch an.
Schalten Sie den Fernseher zunäch