Das Eingraben von Küchenabfällen direkt im Garten ist eine hervorragende Methode, um den Boden mit wertvollen Nährstoffen zu versichern, das Bodenleben zu aktivieren und Biomüll sinnvoll zu verwerten.
Methode 1: Direct Trench Composting (Grabenkompostierung)
Diese klassische Methode eignet sich besonders für Beete vor der Bepflanzung oder zwischen weit auseinander stehenden Gemüsereihen.
- Graben ausheben: Hebe eine etwa 20–30 cm tiefe Rinne oder ein entsprechendes Loch im Beet aus.
- Abfälle einfüllen: Fülle die Küchenabfälle (ungekochte Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen, Obstschalen) etwa 5–10 cm hoch ein.
- Zerkleinern: Je kleiner die Reste geschnitten sind, desto schneller werden sie von Wurmern und Mikroorganismen zersetzt.
- Gut abdecken: Schaufel die ausgehobene Erde wieder komplett darüber und drücke sie leicht an. Die Erdschicht muss mindestens 15–20 cm dick sein, damit keine Tiere (wie Hunde, Katze oder Füchse) angelockt werden.
Methode 2: Dig-and-Drop (Loch-Methode)
Ideal für die punktuelle Düngung rund um Starkzehrer wie Tomaten, Kürbisse oder Zucchini.
- Hebe im Abstand von ca. 30 cm zur Pflanze ein 25 cm tiefes Loch aus.
- Gib eine Handvoll zerkleinerte Küchenabfälle hinein.
- Mische die Abfälle leicht mit etwas vorhandener Erde.
- Verschließe das Loch vollständig mit Erde.
Wichtige Regeln & Tipps
- Geeignetes Material: Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Teesatz, zerkleinerte Eierschalen.
- Ungeeignetes Material: Gekochte Speisen, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Fette und Öle. Diese ziehen Schädlinge an und neigen zu Faulprozessen.
- Saison beachten: Im warmen Frühjahr und Sommer zersetzen sich die Reste innerhalb von wenigen Wochen. Im Winter ruht der Zersetzungsprozess weitgehend.