Das ist der klassische Trick mit der überreifen Tomate: Anstatt Samen mühsam einzelnen auszupulen, trocknen zu lassen und einzupflanzen, legt man einfach eine dicke Tomatenscheibe flach auf die Erde in einen Becher und bedeckt sie dünn mit Substrat.
Auch wenn viele Gartenfans anfangs den Kopf darüber schütteln, funktioniert die Methode verblüffend gut. Hier ist der Grund, warum sie tatsächlich Ergebnisse liefert:
- Natürlicher Nährstoffschub: Das Fruchtfleisch hält die Samen im Becher gleichmäßig feucht und versorgt die frischen Wurzeln in den ersten Tagen mit Feuchtigkeit.
- Massenkeimung auf engem Raum: Da in einer Scheibe Dutzende Samen stecken, sprießt nach wenigen Tagen ein ganzer Mini-Wald aus dem Becher.
Der wichtige nächste Schritt: Damit aus dem dichten Keimlingsbüschel auch wirklich stramme, ertragreiche Tomatenpflanzen werden, muss man die Sämlinge rechtzeitig pikieren (vereinzeln). Sobald sich neben den Keimblättern die ersten echten Tomatenblätter zeigen, setzt man die stärksten Pflänzchen vorsichtig in eigene Töpfe um. Lässt man sie zu lange zusammen im Becher, nehmen sie sich gegenseitig Licht und Nährstoffe weg.