Sie wollen sich gerade eine schöne Tasse Tee zubereiten, schneiden Ihre Zitrone an … und dann der Schock. Ein dunkler, fast sternförmiger Fleck erscheint im Fruchtfleisch. Kein verdächtiger Geruch, keine sichtbaren Auffälligkeiten von außen, und doch … diese Zitrone verbirgt ein kleines Geheimnis, das Sie besser kennen sollten, bevor Sie einen Schluck nehmen.
Warum werden manche Zitronen ohne Vorwarnung von innen schwarz?
Es ist ein häufigeres Phänomen, als man denkt. Auf dem Markt sehen Zitronen frisch, fest und perfekt gelb aus. Doch manche können innen beschädigt sein. Und nein, das ist nicht unbedingt ein Zeichen für schlechte Qualität.
Was Ihnen vielleicht aufgefallen ist, sind Spuren eines Pilzes namens Alternaria, der für die sogenannte Schwarzfäule der Zitronen (oder Alternaria-Fäule) verantwortlich ist. Nicht sehr appetitlich, das stimmt … aber vor allem von außen völlig unsichtbar!
Die Ursache: Stress, den die Zitrone nicht verkraftet.
Ja, auch Zitronen leiden unter Müdigkeit! Alternaria-Fäule entsteht, wenn die Frucht Stress ausgesetzt ist: eine kleine Verletzung der Schale, lange Lagerung, zu hohe Luftfeuchtigkeit oder sogar ein Temperaturschock beim Transport.
Die Folge? Das Fruchtfleisch verfärbt sich im Inneren schwarz und nimmt oft eine charakteristische Stern- oder Kreisform mit dunklen Stellen unterschiedlicher Größe an. Schneidet man die Zitrone nicht vollständig durch, ist dies schwer rechtzeitig zu erkennen.
Ist die Alternaria-Fäule gesundheitsschädlich?
Gute Nachricht: Der Umgang mit dieser Zitronenart ist unbedenklich. Vom Verzehr wird jedoch dringend abgeraten. Sobald die Fäulnis eingesetzt hat, ist die Frucht ungenießbar, selbst wenn Teile davon noch gut aussehen.
Der betreffende Pilz löst beim Menschen keine unmittelbare Reaktion aus, kann aber potenziell reizende Toxine produzieren, insbesondere bei empfindlichen oder allergischen Personen. Vorbeugen ist besser als heilen.
Wie vermeidet man eine „plötzlich verfaulte“ Zitrone?
Auch wenn das Innere oft unvorhersehbar ist, hier ein paar einfache Tipps, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden:
Untersuchen Sie die Schale sorgfältig: Vermeiden Sie beschädigte Zitronen, solche mit kleinen braunen Flecken oder weiche Stellen.
Fühlen Sie die Frucht: Ist sie zu weich oder hat sie matschige Stellen, ist sie wahrscheinlich überreif.
Lagern Sie sie trocken: Feuchtigkeit ist der ideale Nährboden für Schimmel. Wählen Sie einen kühlen, trockenen und gut belüfteten Platz, nicht das feuchte Gemüsefach im Kühlschrank.
Verbrauchen Sie sie schnell: Zitronen, auch Bio-Zitronen, sind nicht unbegrenzt haltbar. Verbrauchen Sie sie am besten innerhalb einer Woche nach dem Kauf.
Wenn Sie im Inneren eine dunkle Stelle entdecken, versuchen Sie nicht, die Zitrone zu retten. Der Schimmel hat möglicherweise bereits unbemerkt Giftstoffe freigesetzt. Am besten werfen Sie die Zitrone sofort weg – ohne Reue oder schlechtes Gewissen!
Denken Sie auch daran, anderes Obst in der Nähe zu überprüfen: Schimmel kann sich ausbreiten, wenn Zitronen längere Zeit in Kontakt stehen.
Unauffällige Wachsamkeit, entspanntes Kochen
Alternaria-Fäule ist zwar nicht katastrophal, aber man sollte sie im Auge behalten. Bevor Sie also Ihre Zitronenscheibe in einen heißen Aufguss tauchen oder über Ihre Gerichte auspressen, schneiden Sie sie kurz auf und untersuchen Sie sie.